Festplattenkopf

Festplatten- und SSD-Preise analysiert, Update 2018

Die Preisentwicklung von Festplatten und SSDs ist für uns immer wieder ein spannendes Thema. Seit Jahren verfolgen wir den Markt und veröffentlichen regelmäßig neue Artikel zur aktuellen Entwicklung. Lohnt sich der Kauf von Festplatten überhaupt noch? Wann werden SSDs die Festplatten endgültig einholen? Seit dem letzten Blog-Beitrag ist wieder ein Jahr vergangen – Zeit für ein Update.

Der Preis für die günstigsten SSDs liegt nun bei ca. 15 Cent pro GB – ein erstaunlicher Preisverfall in den letzten Monaten, nachdem der Preis im Januar noch bei ca. 22 Cent pro GB lag und noch vor einem Jahr bei ca. 28 Cent pro GB. Der Preis für SSDs ist damit innerhalb eines Jahres auf fast die Hälfte gefallen.

Preisentwicklung bei Festplatten (blaue Punkte) und SSDs (rote Punkte) in Euro/GB. Logarithmische Skala und Trendlinien.

Der Preis für die günstigsten Festplatten am Massenmarkt liegt nun bei ca. 2,2 Cent pro GB. Er ist damit ebenfalls gefallen, da vor einem Jahr noch ca. 2,8 Cent pro GB zu bezahlen waren. Allerdings war der prozentuale Preisverfall nicht so gravierend wie bei SSDs und liegt „nur“ bei etwas mehr als 20 Prozent.

Die größten von Endverbrauchern erhältlichen SSDs haben aktuell eine Kapazität von 4 TB und sind ab ca. 900 Euro zu haben. Festplatten gibt es bis zu einer Kapazität von 12 TB. Die günstigsten Modelle schlagen dabei mit ca. 400 Euro zu buche.

Der Preisverfall bei normalen Festplatten hat abgenommen. Man sieht dies vor allem an der roten Linie in der Grafik, welche nun etwas flacher abfällt als in den Jahren zuvor. SSDs sind stattdessen weiter drastisch im Preis gefallen – ein Zeichen dafür, dass SSDs irgendwann Festplatten wahrscheinlich komplett vom Markt verdrängen werden. Bis es soweit ist werden jedoch sicherlich noch einige Jahre vergehen, denn trotz des starken Preisabfalls kostet ein Gigabyte SSD-Speicher immer noch das 5-fache von normalen Festplatten-Speicher. Aber immerhin: noch vor kurzem war es der 10-fache Preis.

Bei sehr kleinen, günstigen Speichern hat die SSDs Festplatten sogar bereits abgelöst. Hier machen es sich die Hersteller zu nutze, dass SSDs im Aufbau sehr einfach sind und keine komplizierten, beweglichen Bauteile besitzen. Dadurch sind SSDs bereits ab 22 Euro zu haben. Festplatten kosten dagegen mindestens 35 Euro. Der Preisunterschied pro GB bleibt allerdings, so dass die günstigen SSDs nur eine Kapazität von 32 bis 120 GB besitzen, während die billigste Festplatte bereits 500 GB Speicherplatz mitbringt.

Fazit

Die Preise für SSDs und Festplatten sind weiter gefallen. Der Preisverfall war bei SSDs jedoch deutlich größer als bei Festplatten und liegt nun nur noch beim 5-fachen gleich großer Festplatten. Es wird aber noch einige Jahre dauern, bis SSDs die Festplatten komplett abgelöst haben. Dennoch sind wir inzwischen in einem Bereich angelangt, an dem die für kleinen Geldbeutel erhältlichen SSD-Größen für die meisten Anwender Bereich ausreichen. Auch im Serversegement greifen die meisten unserer Kunden inzwischen zu SSDs, da die großen Kapazitäten der Festplatten meistens nicht benötigt werden und die Vorteile der SSDs, insbesondere die deutlich höhere Geschwindigkeit, überwiegen. Ein Wermutstropfen dabei bleibt, dass der hier gezeigte Vergleich auf den Preisen von den günstigsten am Markt erhältlichen (Consumer-)Produkten beruht. Professionelle Geräte für den Servermarkt, die zuverlässiger und schneller arbeiten, sind weiterhin nur zu Preisen erhältlich, welche deutlich über den hier gezeigten liegen.

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